Come on and forget it ....

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Photograph

Diese Geschichte spiegelt meine Empfindungen zu der erlebten Sache wider, sie zeigt NUR meine Sicht. Und die Groß- und Kleinschreibung ist ein stilistisches Mittel; ich entschuldige mich, da es gewiss Menschen gibt, die es stört.



Wo hab ich denn nur mein Portemonnaie hin? Ach, hier ist es ja… „Was ist das für ein Foto?“, fragt Tina mich. Mein Blick fällt auf das Passbild in meinem Portemonnaie. Auf dem Bild ist ein junger Mann mit blonden Haaren zu sehen. Seine Stirn ist sehr hoch, und auch durch die etwas längeren Haare kann er die Ansätze für die Geheimratsecken nicht verstecken. Er trägt eine Brille, deren Ränder fast eckig sind. Die Gläser scheinen leicht getönt zu sein. Sein Gesicht ist etwas kantig, aber er sieht trotz einiger Narben noch ziemlich jung aus. Auf 25 würde ihn sicher niemand schätzen. Sein rotes T-Shirt lässt ihn lebendig aussehen. Er lächelt fast lieb in die Kamera. Schnell stecke ich das Passbild wieder weg. „Das ist nur mein Exfreund“, erkläre ich Tina. Und sie scheint zu wissen, was ich meine, denn sie winkt nur ab und widmet sich wieder dem Skatspiel mit Johannes und Julia. Und eigentlich will ich das nicht, aber dieses Foto… jedes Mal, wenn ich es sehe, muss ich mich an damals erinnern. Und genauso jetzt…

Ein Tag im April, um genau zu sein der 18. Draußen ist es kühl, aber sonnig. Am Tag zuvor war Ostermontag, und eigentlich wollten wir noch einmal zu meinen Eltern raus fahren, aber ER hatte ja keine Lust und musste wieder SEIN neues Lieblingsspiel spielen. Weil ich Ferien hatte, wollte ich ausschlafen. Und das tat ich auch, denn ich lies mir in diesem Punkt nicht mehr von IHM reinreden. Ab und zu wurde ich wach… 7 Uhr, als ER aufstand… 8 Uhr, als ER schon an seinem Rechner war… 9:30 Uhr, als ER fort ging… 10 Uhr… langsam setzte ich mich auf und sah den Katzen, die auf der Bettdecke lagen, eine Weile beim Schlafen zu. Dann stand ich auf, und weckte die Katzen durch meine Bewegungen. Sofort sprangen sie mir hinterher, als ich ins Bad ging. Sie hatten sicher Hunger. Ihre Näpfe waren noch leer. Wenigstens das hätte ER tun können. Ich putzte meine Zähne und wusch mein Gesicht. Zurück im Schlafzimmer suchte ich mir ein paar frische Sachen raus und zog sie an. Und gleich machte ich das Bett. Beide Katzen umkreisten mich und „halfen“ mir, das Bett zu machen. Ich holte mir ihre beiden Näpfe und spülte sie aus, bevor ich neues Futter hinein machte. Wie verrückt geworden stürzten die beiden über das Futter her. Als nächstes widmete ich mich dem Aufwasch und machte mir dann eine Schüssel mit Cornflakes zurecht. Ich nahm sie mit ins Schlafzimmer, setzte mich dort vor meinen Rechner, startete ihn und löffelte dann meine Cornflakes. Als der Rechner hochgefahren war, musste ich feststellen, dass ER mir das Internet abgestellt hatte. Also fuhr ich den Rechner wieder herunter, schaufelte die restlichen Cornflakes in mich hinein und brachte die Schüssel zurück in die Küche, wo ich sie in die Geschirrspülmaschine stellte. Dann ging ich wieder ins Schlafzimmer, nahm mir ein Buch und setzte mich auf meine Seite des Bettes. Nur wenige Minuten waren vergangen, da schloss ER die Tür auf und trat ein. ER warf die Zeitung auf den Schreibtisch, zog SEINE Jacke aus und ging in die Küche. Dort machte ER sich die Hälfte der Reste des Kartoffelgratins in der Mikrowelle warm und schaltete im Wohnzimmer den Fernseher an. Erst blieb ich sitzen und las weiter, doch nach ungefähr 10 Minuten klappte ich mein Buch zusammen und ging zu IHM hinüber. Ich fragte IHN, ob ich den Rest des Gratins haben könne. ER bejahte, also nahm ich mir einen Teller, schaufelte den Rest auf den Teller und stellte diesen in die Mikrowelle. Bis mein Essen fertig erwärmt war, blieb ich neben der Mikrowelle stehen und setzte mich dann neben IHN vor den Fernseher. Erst aß ich nur, doch dann suchte ich SEINE Nähe, denn ER war mir fast fremd geworden, so wenig hatten wir in den letzten Tagen gemeinsam gemacht. Ich lehnte mich an SEINE Schulter und versuchte SEINE Hände zu greifen, doch ER wehrte sich. Als ich es erneut versuchte, stieß ER mich weg und schrie mich an: „Ach, jetzt kommst du wieder angekrochen! Jetzt, wo ich dir das Internet abgestellt habe!“ Nach einigem Zögern schrie ER mich weiter an. „Ich will nicht mehr! So kann es nicht weiter gehen! Ich will das einfach nicht mehr! Es steht mir bis hier!“ Dabei machte ER eine Geste, als wolle ER jemanden mit dem Tod drohen, indem er mit der Hand waagerecht über SEINEN Hals fuhr. „Wir können ja eine WG hier draus machen, dann musst du halt den ganzen Haushalt machen, und zwar alleine! Schließlich kannst du keine Miete zahlen!“ Zunächst brauchte ich eine Weile, um zu verstehen, was ER gerade gesagt hatte, doch im nächsten Moment brach eine Welt für mich zusammen. Ich stand auf, und stellte meinen Teller in die Mikrowelle, obwohl ich noch nicht einmal die Hälfte gegessen hatte. Dann ging ich ins Schlafzimmer, setzte mich auf den Stuhl, der vor meinem Monitor stand und legte meine Füße auf SEINEN Stuhl. Nur eine Frage ging mir durch den Kopf:

„Ist es jetzt vorbei?“

Und schon fielen mir die vielen schönen und auch die vielen schlechten Zeiten ein, die uns verbunden hatten. Ich hörte wie der Fernseher verstummte, und ER kam aus dem Wohnzimmer. ER zog SEINE Jacke an und ging hinaus, ohne ein weiteres Wort zu sagen.
Am nächsten Tag holte ich meine restlichen Sachen ab, meine Eltern halfen mir. Und plötzlich meinte ER, dass ER mich nicht verlieren wolle; dass ER es nicht so gemeint habe; dass ich jetzt nicht aufgeben solle. Doch es war zu spät. ER hatte mich schon verloren gehabt, da ahnte es noch keiner. Ich glaubte nun nicht mehr an uns, nun war es auch für mich aus. Und nun sah ich auch all das, was meine Familie und meine Freunde gesehen hatten. Und es war vorbei.
17.8.06 22:15


Träume ich?
Oder bin ich wach?



~ ich will gern meine Geschichte schreiben, und ich tue es auch, sobald ich mit ihr fertig bin ~
13.6.06 12:15


Ohne Worte

Wer mich kennt, der wird verstehen, wie ich mich fühle.
Heute bekomme ich Besuch, von weit her. Und ich kann schon gar nicht mehr klar denken, so sehr beschäftigt mich diese Sache. Ich bin froh, dass ich diesen Menschen getroffen habe, und ich hoffe, dass auch er froh sein wird, mich getroffen zu haben. Nervosität ist für mich kein Fremdwort, Mut hingegen schon. Aber wie ein guter Freund immer sagt: "Sei einfach du selbst! Wenn du dich verstellst bringt es weder dir noch anderen Personen etwas." Und ja, er hat recht. Ich muss einfach so sein wie immer. Ich will mich gar nicht verstellen. Und ich bin froh, dass ich es auch gar nicht tun muss.
24.5.06 08:26


Wie sich das Leben doch verändert ...

Ein warmer Sommertag. Das Fenster steht offen. Manchmal weht eine sanfte Brise herein. Es ist laut. Fast alle reden. Lachen. Erklären. Fragen. Der Lehrer läuft durch die Reihen, bleibt bei jedem Dritten stehen und schaut auf den Monitor vor ihm. Erklärt die nächsten Schritte. Versuche. Einige setzen sich zusammen, lösen Aufgaben gemeinsam.

~ das ist eine Informatikstunde im Raum 29 des Sophiengymnasiums in Weimar ~
5.5.06 13:04


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